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STRESS, STRESS, STRESS … RAUS AUS DER SPIRALE

Die Köpfe qualmen, die Schreibtische laufen über und die Anspannung im Team ist förmlich zu sehen. Die Kollegen werfen sich die offenen To-Dos nur so über den Tisch, für Abstimmung und wertschätzende Kommunikation reicht die Zeit einfach nicht. Viel schlimmer noch: die Mitarbeiter sind gereizt, weil sie deutlich mehr Fehler machen, selbst mit dem Arbeitsergebnis unzufrieden sind und kein Licht am Ende des Tunnels sehen.

Eine Szene, wie sie sich gerade jetzt – vor dem anstehenden Jahresabschluss – in so manch einer Controlling- oder Vertriebsabteilung darstellen dürfte.

Was da hilft?

Um die Hirnaktivität zu beruhigen, den Puls wieder runter zu bringen und den Stress wenigstens kurzfristig zu minimieren, ist auch mal eine kurze Bewegungs- oder Entspannungsübung hilfreich. Besonders sinnvoll sind einfache Übungen, mit denen Sie vertraut sind. Vertraute Bewegungsabläufe entspannen Ihr Gehirn einerseits, andererseits wirken sie anregend und helfen Ihnen so, den Stress zu reduzieren. So sind Sie für die nächsten anstehenden Aufgaben bestens gewappnet.

Vielleicht haben auch Sie Ihren Mitarbeitern im Intranet Übungen oder Betriebssportangebote bereitgestellt, um die körperliche und geistige Fitness zu fördern. Das ist großartig, denn langfristig und vor allem richtig zu trainieren, bringt den Mitarbeitern auch wirklich tiefgreifende Verbesserung. Nur, bleibt im stressigen Alltag genügend Zeit für regelmäßiges Training? Wenn solche Aktivitäten nicht regelmäßig durchgeführt werden, ist Ihr Effekt auf das Stress-Level nämlich kein dauerhafter.

Manche Unternehmer reagieren darauf, indem sie Rückzugsorte für die Pausen einrichten oder die Büroausstattung besonders gesundheitsschonend wählen, um neben dem Sportangebot auch einen noch angenehmeren Rahmen für den stressigen Arbeitsalltag zu bieten.

Doch – Sie ahnen vermutlich, worauf ich hinaus will: Diese Maßnahmen sind sehr wertschätzend, setzen so jedoch nur an der Oberfläche – sozusagen an den Symptomen an – und nicht bei der Ursache.

Nun will ich nicht darauf hinaus, dass Sie Ihre Prozesse überprüfen oder die Teambesetzung überprüfen sollen. Geschweige denn darauf, dass das Arbeitsaufkommen reduziert werden muss.

Nicht der Mitarbeiter, sondern der Mensch ist entscheidend

Besonders wirksam wäre es, wenn Sie bei den Menschen in Ihrem Team ansetzen. Diesen Individuen, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle haben, die einen eigenen Bio- und somit auch Arbeitsrhythmus haben und die mit Stress total unterschiedlich umgehen.

Bei einem Mitarbeiter ist es das Arbeitsaufkommen, das den Stresslevel pusht, beim anderen Teammitglied ist es die fehlende Zeit für die Kinder, die den Stress verursacht, bei anderen Kollegen sind es ganz andere Gründe.

Wie wäre es denn, wenn die Mutter zweier Kinder früher anfangen und damit abends mehr Zeit mit der Familie verbringen könnte? Wie wäre es denn, wenn der Morgenmuffel unter den Kollegen später ins Büro kommen könnte und dafür abends noch ne Schippe drauflegt? Wie, wenn der Kreative im Team sich einfach mal zurückziehen und in Ruhe kreieren könnte?

Meine Erfahrung und die meiner Evoleo-Kollegen zeigt: Wenn die Unternehmer und Führungskräfte noch mehr die Menschen in ihren Mitarbeitern sehen und hören würden, könnte das Stress-Level sinken. Und weniger gestresste Mitarbeiter sind nun einmal deutlich leistungsstärker und motivierter.

Diese individuelle „Behandlung“ kostet zu viel Zeit und damit Geld? Das mag sein, doch der Lohn für diese menschliche Beziehung zu Ihren Mitarbeitern spart Ihnen langfristig Gesundheits- und Recruitingkosten.

Philipp Ackermann
philipp.ackermann@evoleo.de
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